Innentüren einbauen

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Von der Ausmessung der Türöffnung über die Montage der Zarge bis hin zum Anbringen des Türdrückers − unsere Anleitung erläutert Schritt für Schritt, wie der Einbau einen Innentür geht. Lesen Sie ausserdem, welches Werkzeug Sie benötigen. Erzielen Sie optimale Ergebnisse mit OBI.

Funktional und wichtig für das Ambiente: Innentüren trennen nicht nur Räume voneinander ab, sie tragen auch einen grossen Teil zum Design des Wohnraums bei. Moderne Türen-Komplettsets erlauben dabei auch Heimwerkern einen komfortablen Einbau.

  • Schritt 1 – Arbeitsbereich vor dem Türeinbau prüfen

     

     

     

    Vor dem Türkauf messen Sie den Wandausschnitt genau aus: Setzen Sie den Metermassstab dafür mittig an und messen Sie die Höhe von der Oberkante des Bodens zur Unterkante des Türsturzes. Messen Sie die Türbreite im oberen, mittleren und unteren Bereich der Maueröffnung. Ermitteln Sie dann die Tiefe der Laibung auf dieselbe Weise.

    Berücksichtigen Sie ggf. fehlende Boden- und Wandbeläge: Bei Böden aus gängigen Materialien wie Laminat oder Parkett lassen Sie am besten etwa 3 mm Abstand – kleine Plättchen aus Holz fungieren als Platzhalter. Notieren Sie alle Messungen und nehmen Sie sie zum Einkauf in Ihrem OBI Markt mit.

    Lassen Sie sich von verschiedenen Stilen von Innentüren vor dem Kauf inspirieren.

  • Schritt 2 – Schlagrichtung der Innentür ermitteln

     

     

     

    Der Anschlag bzw. die Öffnungsrichtung der Tür ist ein weiterer wichtiger Faktor bei der Türauswahl. Bei einem Linksanschlag sind die Türbänder bzw. Türangeln links angebracht, bei einem Rechtsanschlag entsprechend rechts. Ausgegangen wird immer von dem Raum, in welchen die Tür aufgeht. Wenn Sie also vor einer geschlossenen Tür stehen und die sogenannten Bänder links sehen, dann ist es eine Innentür DIN links – und umgekehrt DIN rechts. Idealerweise öffnet eine Tür immer zur nächstliegenden Zimmerecke.

  • Schritt 3 – Türzarge montieren

     

     

     

    Nehmen Sie die Zarge aus der Verpackung und setzen Sie sie gemäss der beiliegenden Anleitung zusammen. Legen Sie die Zargenelemente dabei komplett auf einer ebenen, grossen und durch eine Folie geschützten Arbeitsfläche in U-Form aus. Gehrungsschnitte, also die Eckverbindung zwischen Wand- und Deckenteilen können Sie nun je nach Zargenmodell verleimen, verschrauben oder klammern. Reinigen Sie die Zarge nach der Montage gründlich.

    Weitere Informationen zu Zargen für Innentüren können Sie in unserem Ratgeber „Zargen für Innentüren: Masse, Materialien, Arten“ nachlesen.

  • Schritt 4 – Türzarge aufstellen und ausrichten

     

     

     

    Stellen Sie die Zarge achtsam und locker in die Türlaibung auf dünne Holzplättchen und bringen Sie die Bänder an. Der Abstand zu allen Seiten sollte max. 2 cm betragen. Gleichen Sie etwaige Unebenheiten an der Laibung aus, indem Sie Überstände mit Hammer und Meissel abklopfen und Löcher mit Mörtel einebnen.

    Fixieren Sie nun die Zarge mit Keilen im oberen Bereich an den Ecken und richten Sie sie mit einer Wasserwaage aus. Prüfen Sie, ob die Waage lotrecht beziehungsweise waagrecht ist und richten Sie die Keile ggf. neu aus, um den Türrahmen perfekt einzupassen. Bringen Sie nun weitere Keile an, vor allem in Bänder- und Schliessblechnähe. Überprüfen Sie die lichte Weite, also den Abstand zwischen Zargenseiten, an mehreren Stellen auf Gleichmass. Prüfen Sie die Ausrichtung und justieren Sie die Zarge gegebenenfalls nach. Achten Sie beim Aufmass auf Genauigkeit und nehmen Sie sich die Zeit für eine exakte Einpassung, um aufwändige Nachbesserungen in späteren Arbeitsschritten zu vermeiden.

    Setzen Sie nun Spreizhölzer oder Türfutterspreize im oberen, mittleren und unteren Bereich der Türzarge ein. Klemmen Sie kleine Holzbretter dazwischen, um die Zarge zu schützen. Hängen Sie nun das Türblatt provisorisch ein und prüfen Sie es auf einen korrekten und ungestörten Lauf. Nehmen Sie das Türblatt anschliessend wieder ab.

  • Schritt 5 – Türzarge der Innentür ausschäumen

     

     

     

    Zum Schutz legen Sie Ihren Boden mit Malervlies aus. Sitzt die Zarge korrekt in der Maueröffnung, muss sie ausgeschäumt werden. Nutzen Sie dafür spreizdruckfreien Zargenschaum. Belassen Sie die Holzkeile und die Türfutterspreize an Ort und Stelle – durch die Ausdehnung des Schaums könnte die Zarge sonst beschädigt werden. Lassen Sie den Montageschaum komplett austrocknen und schneiden Sie überschüssiges Material mit einem Cuttermesser ab.

    Nach dem Austrocknen des Montageschaums entfernen Sie Keile und Holzplättchen. Die Fugen, welche die Bodenplättchen hinterlassen, füllen Sie nun mit Silikon.

  • Schritt 6 – Zierbekleidung und Drücker an die Tür montieren

     

     

     

    Setzen Sie nun die Zierbekleidung nach Herstellerangaben zusammen und geben Sie bei Bedarf etwas Holzleim in die Nut. Entfernen Sie die Türfutterspreize und bringen Sie die Bekleidung gleichmässig auf der Zarge an. Nun können sie das Türblatt einsetzen und ggf. mithilfe von Inbusschlüsseln an den Bändern nachjustieren.

    Zum Abschluss wird die Drückergarnitur montiert. Setzen Sie hierfür die Schablone an und bohren Sie Löcher von beiden Seiten. Bohren Sie nicht von einer Seite durch – sonst beschädigen Sie womöglich das Furnier des Türblatts. Nun schrauben Sie die Federplatten fest und bringen die Schloss- sowie Griffrosetten mit Griff an. Halten Sie sich auch hier genau an die Herstellerangaben.