Gemüse im Überblick

Basiswissen

Gemüse wird nach seiner Wuchsform, der Verwendung und der Zugehörigkeit in Gruppen eingeteilt. Wir stellen Ihnen hier die wichtigsten Gemüsearten vor, die in keinem Nutzgarten fehlen dürfen. Die Angabe des Nährstoffbedarfs informiert darüber, wie intensiv Sie das Gemüse düngen sollten.

1. Salatgemüse

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    Auch wenn das Angebot an unterschiedlichen Salaten im Supermarkt gross ist, der Anbau von eigenem Salat lohnt sich trotzdem, denn die Sortenvielfalt ist noch viel größer. Ausserdem schmecken zarte Pflück- und Schnittsalate am besten, wenn sie kurz vor dem Verzehr geerntet werden.

    Nährstoffbedarf: niedrig

    Tipp:

    Salat wächst so schnell, dass er ein idealer „Lückenfüller“ ist. Säen Sie Schnittsalat zwischen Kohl, Tomaten oder andere große Gemüse. Bis diese groß sind, können Sie den Salat ernten.

    Top 10 Salatgemüse

    1. Schnittsalat

    2. Kopfsalat

    3. Rucola

    4. Spinat

    5. Mangold

    6. Endiviensalat

    7. Radicchio

    8. Chicorée

    9. Zuckerhut

    10. Asia-Salate

  • 2. Fruchtgemüse

     

     

     

    Fruchtgemüse braucht viel Sonne und Wärme. Es wächst am besten in einem kleinen Gewächshaus oder einem überdachten Tomatenhaus, geschützt vor Regen und kalten Nächten. So ist es auch weniger anfällig für die Kraut- und Braunfäule. Auch Paprika und Auberginen gedeihen im Gewächshaus besser. Sie werden wie Tomaten ab Mitte/Ende Mai ins Freie gepflanzt.

    Nährstoffbedarf: mittel

    Tipp:

    Es gibt unzählige Tomatensorten. Statt nur eine Sorte anzupflanzen, lohnt es sich, verschiedene auszuprobieren: z.B. Rispen-, Kirsch-, Fleisch- und Roma-Tomaten.

    Top 5 Fruchtgemüse

    1. Tomaten

    2. Paprika

    3. Peperoni

    4. Auberginen

    5. Zuckermelone

  • 3. Kürbis und Zucchini

     

     

     

    Kürbis & Co. gehören zu den hungrigsten Gemüsen und fühlen sich besonders neben einem Kompost wohl. Von den Kürbissorten sind die kleinfrüchtigen am aromatischsten, die großen Riesen- und Halloweenkürbisse schmecken eher fad. Von Zucchini gibt es langfrüchtige und kugelige Sorten mit grünen oder gelben Früchten. Ernten Sie die Pflanzen laufend durch, damit sich keine großen Früchte bilden. Diese schmecken nicht besonders und verhindern, dass sich neue Früchte ansetzen.

    Nährstoffbedarf: hoch

    Tipp:

    Hokkaido-Kürbisse lassen sich relativ gut einlagern. Kühl und dunkel ausgelegt halten sie sich im Keller bis etwa Weihnachten. Will man Kürbis länger aufbewahren, ist es besser, ihn einzumachen.

    Top 5 Kürbis und Zucchini

    1. Hokkaido

    2. Butternut

    3. Moschuskürbis

    4. Zucchini

    5. Patisson-Kürbis

  • 4. Knollengemüse

     

     

     

    Sellerie und Fenchel sind vielseitig. Vom Sellerie gibt es Sorten, die man eher zum Würzen verwendet, wie den Blattsellerie. Andere werden als Blattgemüse (Stangensellerie) oder deftiges Wurzelgemüse (Knollensellerie) verwendet. Bei Fenchel unterscheidet man Knollenfenchel (als Gemüse) und Gewürzfenchel (als Gewürz und Tee).

    Nährstoffbedarf: mittel

    Tipp:

    Sellerie ist anfällig für Nematoden (Fadenwürmer), die an den Wurzeln fressen. Tagetes vertreibt diese lästigen Bodenbewohner. Pflanzen Sie zwischen die Selleriereihen jeweils eine Reihe Tagetes.

  • 5. Wurzel- und Zwiebelgemüse

     

     

     

    Wurzel- und Zwiebelgemüse ist einfach anzubauen und kann vom Sommer bis in den Herbst geerntet werden. Besonders bei Möhren können Sie schon ganz junge Exemplare herausziehen und essen. Sie sind besonders zart. Zwiebeln und Knoblauch brauchen nach dem Stecken und Anwachsen kaum Pflege. Gelegentliches Hacken hält Unkraut in Schach, gegossen werden muss nur bei langer Trockenzeit.

    Nährstoffbedarf: mittel bis niedrig

    Tipp:

    Probieren Sie auch einmal rote oder violette Kartoffeln aus. Sie schmecken genauso aromatisch wie altbekannte gelbe Sorten, sorgen aber für Farbe auf dem Teller.

    Top 10 Wurzel- und Zwiebelgemüse

    1. Möhre, Karotte

    2. Pastinake

    3. Wurzelpetersilie

    4. Schwarzwurzel

    5. Rote Bete

    6. Speiserübe, Stielmus

    7. Rettich und Radieschen

    8. Kartoffel

    9. Zwiebel und Lauch

    10. Knoblauch

  • 6. Hülsenfrüchte

     

     

     

    So viele Sorten es bei Bohnen und Erbsen gibt, so vielseitig lassen sie sich auch in der Küche verwenden. Frisch als Gemüse oder Salat schmecken sie am besten. Bohnen und Erbsen lassen sich aber auch gut trocknen und einmachen. Eine Besonderheit dieses Gemüses liegt in den Wurzeln: Sie beherbergen Knöllchenbakterien, die Stickstoff binden. Sie brauchen also nicht so viel Dünger.

    Nährstoffbedarf: mittel

    Tipp:

    Bohnen sind frostempfindlich und dürfen erst ab Mitte/Ende Mai ins Beet gepflanzt oder gesät werden.


    Top 5 Hülsenfrüchte

    1. Stangenbohne

    2. Feuerbohne (Prunkbohne)

    3. Buschbohne

    4. Markerbse

    5. Zuckerschote (Mangetout)

  • 7. Kohlgemüse

     

     

     

    Kohlgemüse braucht Platz im Beet und recht lange, bis es geerntet werden kann. Das ist aber kein Problem, denn die Winterkohle werden erst im Sommer gepflanzt, wenn anderes Gemüse bereits geerntet ist. Und bis sich die Lücken zwischen den Kohlpflanzen im Beet geschlossen haben, können Sie Salate, Radieschen oder Spinat als Lückenfüller einsäen.

    Nährstoffbedarf: mittel bis hoch

    Tipp:

    Die Wurzelkrankheit Kohlhernie tritt auf leicht alkalischem Boden seltener auf. Kalken Sie den Boden im Herbst vor dem Anbau von Kohl, sodass der pH-Wert des Bodens etwa 7,5 bis 8 beträgt.

    Top 8 Kohlgemüse

    1. Broccoli

    2. Kohlrabi

    3. Rot- und Weisskohl

    4. Pak Choi

    5. Rosenkohl

    6. Chinakohl

    7. Wirsing

    8. Blumenkohl

  • 8. Exotische Gemüse

     

     

     

    Probieren Sie doch auch einmal exotisches oder ungewöhnliches Gemüse. Der Ertrag ist zwar nicht besonders gross, aber für einen Spargelsalat reichen schon vier oder fünf Pflanzen.


    Nährstoffbedarf:
    mittel bis hoch

    Tipp:

    Auch wenn man im eigenen Gemüsegarten von diesen Gemüsen keine großen Mengen ernten kann, so ist Ihr Anbau trotzdem interessant und spannend. Und wer kann schon „eigenen“ Spargel servieren?

    Top 5 Exotische Gemüse

    1. Artischocke

    2. Spargel

    3. Topinambur

    4. Pepino

    5. Zuckermais

  • 9. Selbstversorgung leicht gemacht

     

     

     

    Lust auf Gemüse bekommen? Schon auf einer relativ kleinen Fläche können Sie eine Menge Gemüse anbauen. Pro Quadratmeter lassen sich z.B. etwa ein Dutzend Salatköpfe oder Kohlrabi, 7 bis 10 kg Tomaten, etwa 5 kg Möhren oder 3 bis 4 kg Zwiebeln ernten. Mit einer Fläche von 10 bis 20 m2 (das entspricht etwa 4 bis 8 Beeten) können Sie sich also fast den ganzen Sommer mit frischem Gemüse selbst versorgen.