Grundlagen fürs Grillen

Basiswissen:

Sommerzeit ist Grillzeit – nicht umsonst steht das Brutzeln auf der Liste der häufigsten Garten-Nutzungsgründe bei den Schweizern ganz oben. Viele grillieren während dem Sommer sogar mindestens einmal pro Monat.

1. Was Sie vor der Grillparty beachten sollten

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    Was gibt es im Sommer Schöneres, als im eigenen Garten oder auf dem eigenen Balkon mit Familie und Freunden zu grillen? Damit Ihre Grillparty zum Erfolg wird, sollten Sie jedoch einige Punkte beachten. Ausschweifende Grillpartys lösen wegen des Geruchs und der Rauchentwicklungen immer wieder Nachbarschaftsstreits aus. Rechtlich schwierig wird es meistens aber nur beim Grillen auf dem Balkon. Im Zweifel sollten Sie als Balkonbesitzer das Grillen daher vorher bei Ihren Nachbarn ankündigen. Achten Sie jedoch darauf, ob das Grillen in Ihrem Mietvertrag oder Ihrer Hausordnung generell erlaubt wird. Viele Hausordnungen untersagen etwa wegen der Qualmbelästigung das Grillen mit einem Holzkohlegrill. Als Gartenbesitzer müssen Sie sich weniger Sorgen beim Grillen machen. Bei einer Grillparty müssen Sie allerdings die gesetzlichen Ruhezeiten einhalten, nach 22 Uhr ist Ruhe angesagt. Plaudernde Gäste müssen ihre Stimme dann deutlich senken oder gehen.

  • 2. Der richtige Standort für den Grill

     

     

     

    Auch die Wahl des Standortes für den Grill ist wichtig, um Ihre Nachbarn möglichst wenig zu belästigen. Gibt es eine abgelegene und ruhige Ecke in Ihrem Garten, die sich zum Grillen eignet? Wollen Sie einen Großteil der Grill-Vorbereitungen unter freiem Himmel erledigen? Abhängig davon sollten Sie sich im Garten einen Platz zum Grillen aussuchen, von dem möglichst wenig Qualm und Lärm zu den Nachbarn dringen kann. Bedenken Sie bei der Standort-Suche die Windrichtung – auch, damit der Rauch nicht die ganze Zeit ins eigene Haus zieht. Natürlich können Sie in Ihrem Garten auch Windschutzwände aufbauen.

    Auch an Abstellflächen, Staumöglichkeiten sowie Strom- und Wasseranschlüsse sollten Sie denken. Bestenfalls liegt der Grill-Platz natürlich in der Nähe des Essplatzes und möglichst nahe am Hauseingang. Ihr Grill selbst sollte nicht unmittelbar neben der Sitzfläche der Gäste und auch nicht unter einer überdachten Fläche stehen, da sich dort schnell der Qualm staut. Die Fläche, auf welcher der Grill steht, und die Wege zum Grill sollten eben und frei von Stolperfallen sein. Unter dem Grill sorgen Stein- oder Gehwegplatten für Stabilität.

  • 3. Holzkohlegrill – der Klassiker

     

     

     

    Holzkohlegrills haben einen grossen Vorteil: Sie sind meist recht preiswert und meist in grosser Stückzahl in Ihrem OBI Markt verfügbar. Allerdings eignen Sie  sich eher für den Garten und weniger für den Balkon, da sie oft viel Qualm produzieren und sehr viel Hitze entwickeln. Daher ist ein ausreichender Sicherheitsabstand zu brennbaren Materialien notwendig. Zudem dauert das Grillen mit dem Holzkohlegrill länger, da nicht über der offenen Flamme, sondern erst über der richtigen Glut gegrillt wird. Auch bei der Holzkohle sollten Sie auf Prüfzeichen achten.

  • 4. Gasgrill – effektiv und geruchsarm

     

     

     

    Elektro- und Gasgrills sind besser für den Balkon geeignet, da sie keine offene Flamme haben und weniger Qualm produzieren. Gasgrills haben den Vorteil, dass sie keine lange Anfeuerungszeit benötigen und daher extrem schnell einsatzbereit sind. Im Gegensatz zum Holkohlegrill können Sie hier zudem die Temperatur sehr einfach und sehr genau regulieren. Weiterhin entsteht bei einem Gasgrill deutlich weniger Rauch als bei einem Holzkohlegrill. Allerdings sind Gasgrills oftmals verhältnismäßig teuer und recht groß. Daher passen sie nicht auf einen kleinen Balkon. Zudem sind Gasgrills durch die schweren Gasflaschen nicht gut manövrierbar.

     

  • 5. Elektrogrill – platzsparend und sauber

     

     

     

    Elektro- und Gasgrills sind besser für den Balkon geeignet, da sie keine offene Flamme haben und weniger Qualm produzieren. Gasgrills haben den Vorteil, dass sie keine lange Anfeuerungszeit benötigen und daher extrem schnell einsatzbereit sind. Im Gegensatz zum Holkohlegrill können Sie hier zudem die Temperatur sehr einfach und sehr genau regulieren. Weiterhin entsteht bei einem Gasgrill deutlich weniger Rauch als bei einem Holzkohlegrill. Allerdings sind Gasgrills oftmals verhältnismässig teuer und recht gross. Daher passen sie nicht auf einen kleinen Balkon. Zudem sind Gasgrills durch die schweren Gasflaschen nicht gut manövrierbar.

  • 6. Plancha-Grill – der Exot

     

     

     

    Der Plancha-Grill kommt ursprünglich aus Spanien, findet aber auch in der Schweiz immer mehr Anhänger. Das Gerät ist kein gewöhnlicher Grill, sondern eine grosse Grillplatte, auf der das Fleisch mit einer sehr hohen Temperatur von 300 bis 350 Grad Celsius gebraten wird. Dadurch wird das Grillgut schnell gar und besonders knusprig. Auf einem Plancha-Grill können Sie sehr gut Meeresfrüchte wie Gambas, Krabben oder Tintenfische braten. Im Grundprinzip arbeitet der Plancha-Grill wie der Gasgrill, durch die geschlossene Platte verbrennt jedoch kein Fett oder Marinade – schädliche Rauchgase entstehen so kaum. Zudem kann der Plancha-Grill sehr einfach gereinigt werden: Nach dem Grillen müssen Sie einfach die Platte mit einem Holz- oder Plastikschaber vom gröbsten Schmutz befreien, anschliessend reicht ein kurzes feuchtes Abwischen oder das Spülen mit etwas Wasser.

  • 7. Das richtige Grillzubehör

     

     

     

    Für die perfekte Grillparty benötigen Sie neben dem passenden Grill natürlich auch das richtige Zubehör. Ganz oben auf der Liste der wichtigsten Grillhelfer steht wohl die Grillzange. Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Zange gut greift und eine Länge hat, mit der Sie auch mit etwas Abstand vom Grill noch gut hantieren können. Ebenfalls praktisch ist ein Grillwender – damit können Sie vor allem flache und feine Grillstücke sehr einfach vom Grill nehmen. Der Grillwender sollte unbedingt aus Metall bestehen, ein Plastikwender kann schnell schmelzen. Für ein richtiges Schaschlik benötigen Sie natürlich einen Grillspiess. Verwenden Sie auch hier am besten Metallspiesse – Holspiesse sind ebenfalls möglich, müssen vor dem Grillen aber lange gewässert werden, damit sie nicht Feuer fangen.

  • 8. Den Grill richtig säubern

     

     

     

    Nach dem Grillen kommt das leidige Säubern: Wenn Sie einige einfache Tipps befolgen, erfordert das Reinigen des Grills allerdings kein stundenlanges Schrubben. Generell sind Elektro- und Gasgrill deutlich pflegeleichter als Holzkohlegrills. Diese Geräte haben meist Auffangwannen für das Grillfett, die manchmal sogar in die Spülmaschine passen. Ein Holzkohlegrill muss nach jeder Benutzung stets von der schwarzen Kruste aus Fett, Gewürzen und Aschepartikeln befreit werden, damit Fleisch, Fisch und Gemüse auch beim nächsten Grillen lecker schmecken. Damit die Reinigung des Holzkohlegrills keine Stunden in Anspruch nimmt, sollten Sie den Grillrost bereits vor der Benutzung gründlich mit Öl oder Fett einreiben, damit sich nicht so viele Rückstände absetzen. Den Kohlebehälter können Sie zur einfacheren Entsorgung der Grillkohle mit Alufolie auslegen – diese muss allerdings Löcher haben, damit die Luft richtig im Grill zirkulieren kann.

    Nach dem Abkühlen sollten Sie den Grillrost in feuchtes Zeitungspapier wickeln. Die Verkrustungen sind nach einigen Stunden so aufgeweicht, dass sie mit Schwamm und Spülmittel leicht entfernt werden können. Alternativ können Sie den Grillrost auch über Nacht auf einer feuchten Wiese liegen lassen. Allerdings werden Sie bei einem Holzkohlegrill nie ganz um das Putzen herumkommen. Für das Reinigen des Grillrostes können Sie etwas Alufolie oder sogar einen feuchten Lappen mit etwas feiner Grillasche verwenden – damit können Sie die Verkrustungen leichter abschmirgeln. Anschliessend spülen Sie den Rost einfach mit Wasser ab. Bei alten Verkrustungen am Grillrost hilft allerdings meistens nur noch Backofenreiniger.

    9. Fazit:

    Grillen gehört nicht umsonst zu den liebsten Freizeitbeschäftigungen der Schweizer. Damit Ihre Grillparty zu einem vollen Erfolg wird, müssen Sie sich aber einige Gedanken über Standort, das passende Grillsystem und das richtige Zubehör machen. Fragen Sie sich also vor dem Kauf eines Grills, worauf es Ihnen beim Grillen ankommt und achten Sie zudem immer darauf, dass Sie nicht Ihre Mitmenschen mit dem Grillqualm belästigen.