Pool und Wasserspass

Grundlage wissen für den Poolbau und die Pflege

Viele Gartenbesitzer träumen vom eigenen kleinen Freibad auf dem Grundstück. Bei der Planung und beim Bau Ihres Pools sollten Sie aber einige Dinge beachten, damit das Wasserbecken nicht zum finanziellen Mammutprojekt ausartet. Wir verraten Ihnen, welche Grundlagen Sie für den perfekten Badeurlaub daheim beachten sollten.

1. Vor der Pool-Party: Planung ist das halbe Leben

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    Schon bei der Planung Ihres neuen Pools sollten Sie einige Punkte bedenken. Erkundigen Sie sich vor dem Bau des Pools zunächst unbedingt bei Ihrem zuständigen Bauamt, ob Sie bestimmte Vorschriften beachten müssen – fraglich sind hier vor allem Punkte wie der Abstand des fertigen Beckens zur Grundstücksgrenze, die maximale Beckengrösse oder Beckentiefe. Achten Sie beim Bau Ihres Pools zudem darauf, dass der Standort möglichst nicht in unmittelbarer Nähe von Bäumen liegt: Im Sommer kann es im Pool bei zu viel Schatten schnell unangenehm kalt werden. Zudem vermeiden Sie so das ständige Abfischen von Laub. An einem windgeschützten Ort auf der Süd- oder Südwestseite Ihres Grundstücks bleibt das Wasser Ihres Pools im Sommer am längsten warm. Natürlich empfiehlt es sich, schon bei der Planung des Pools auf einen ebenerdigen Standort zu achten – sonst müssen Sie später die Unebenheiten aufwendig durch Abgraben beseitigen.

    Für ein schönes Gesamtbild Ihres Gartens sollten Sie darauf achten, dass sich auch die Ränder Ihres Pools an die Gartenoberfläche anpassen – genügend Raum für Sonnenliegen um den Pool herum ist ebenfalls empfehlenswert. Die Grösse Ihres Pools hängt vor allem von Ihrem Geldbeutel ab – generell gilt, dass in einem vier Meter breiten und sieben Meter langen Pool zwei Personen gut parallel schwimmen können. Bei der Tiefe reichen 1,20 Meter für einen Erwachsenen zum Schwimmen vollkommen aus. Denken Sie bei der Planung Ihres Pools aber nicht nur an die Baukosten, auch der Betrieb und die Reinigung verursachen später natürlich Folgekosten.

  • 2. Das richtige Poolbecken –Polyester, Holz oder Edelstahl?

     

     

     

    Der schnellste Weg zum eigenen Pool im Garten sind aufstellbare Varianten, bei denen das Ausheben und Einlassen des Beckens in den Boden ausfällt. Poolhersteller bieten aufstellbare Becken in allen Formen und Materialien an. Die Pool-Becken können Sie von einem Spezialanbieter aufbauen lassen, vielfach ist aber auch eine günstigere Selbstmontage der vorgefertigten Teile möglich. Pools aus Polyester sind oftmals die preisgünstigste Variante und in kürzester Zeit aufgestellt und nutzbar. Experten empfehlen allerdings auch bei dieser Variante vor dem Aufstellen das Ausgiessen einer Betonplatte, damit der Pool einen sicheren Stand hat. Eine Schicht Magerbeton verhindert die Senkung des Poolbodens, wie sie bei Untergründen aus Sand oder Kiesuntergründen schnell vorkommen kann. Der Preis eines Polyesterpools ist stark abhängig von der gewünschten Grösse und den Extras – Geld können Sie vor allem durch den Selbstaufbau sparen.

    Eine optisch ansprechenderer Variante sind Pools aus Holz. Dabei werden entweder Stahlblechwände mit einer Holzverkleidung versehen oder Holzkonstruktionen mit entsprechendem Material wie Vlies oder Folie ausgelegt. Holz hat besonders gute Dämmeigenschaften, daher fallen für Sie meist keine zusätzlichen Isoliermassnahmen an. Besonders edel, aber auch kostenintensiv, sind aufstellbare Pools aus Edelstahl. Der grösste Vorteil dieses Materials ist die äusserst hohe Korrosionsbeständigkeit. Zudem ist Edelstahl sehr hygienisch, hat nur einen geringen Verschleiss und ist somit fast wartungsfrei.

  • 3. Den Pool selbst bauen

     

     

     

    Wenn Sie auch aus Kostengründen nicht auf einen Spezialanbieter beim Bau Ihres Pools zurückgreifen wollen, können Sie Ihr privates Garten-Freibad auch selbst errichten. Im Handel gibt es individuelle Bausätze, mit denen Sie bis zu mehreren Tausend Franken sparen können. Mit einem Minibagger, den Sie mieten können, heben Sie in Ihrem Garten ein Loch in der gewünschten Poolgrösse aus. Für eine 15 bis 20 Zentimeter dicke Bodenplatte brauchen Sie 7 Kubikmeter Beton B15 mit einer Körnung von 0 bis 16 Millimeter. Baustahlmatten sorgen zudem für mehr Stabilität. Die Wände des Pools ziehen Sie aus Betonsteinen hoch; Skimmer, Rohre und Einlaufdüsen mauern Sie nach Anleitung ein. Für die Wände benötigen Sie bei einem üblichen Schwimmbecken von 3,60 Meter Breite, 8,20 Meter Länge, 1,5 Meter Tiefe etwa 20 Säcke Zement und 4 Kubikmeter Sand. Das fertig gemauerte Poolbecken wird schliesslich mit Poolfolie gedämmt und abdichtet, die Nahtstellen werden mit Aktiviermittel verschweisst.

  • 4. Energie sparen beim Pool

     

     

     

    Steht der fertige Pool schliesslich in Ihrem Garten, können Sie mit einigen einfachen Tricks die Energiekosten in Grenzen halten. Grundsätzlich halten in die Erde gegrabene Pools die Wärme natürlich besser als die aufstellbaren Varianten. Generell ist es zudem zu empfehlen, den Wasserbereich des Pools jeden Abend mit einer Plane abzudecken. Diese bewahrt den Pool nicht nur vor Verschmutzungen, sie schützt auch vor Verdunstungen und hält das Wasser somit länger warm. Dafür gibt es wärmegedämmte Folien aus Kunststoff. Eine undurchsichtige Pool-Abdeckung senkt den Heizwärmeverbrauch um bis zu 50 Prozent, lichtdurchlässige Abdeckungen drosseln den Verbrauch sogar um bis zu 70 Prozent, da das Poolwasser zusätzlich Sonnenwärme aufnimmt. Wenn Sie auch im Herbst noch in Ihrem Pool schwimmen möchten, lohnt sich womöglich der Einsatz einer Solaranlage. Wenn die Sonneneinstrahlung nicht für das Erwärmen des Wassers ausreicht, können Sie mit einem Durchlauferhitzer oder Wärmetauscher heizen – für einen durchschnittlichen Pool ist ein Gerät mit einer Leistung von 24 Kilowatt ausreichend.

     

  • 5. Grundlagen der Poolpflege und das richtige Zubehör

     

     

     

    Wenn Sie einen Pool Ihr Eigen nennen, müssen Sie natürlich auch auf die richtige Pflege mit dem passenden Zubehör achten. Um bedenkenlos in Ihrem Pool schwimmen zu können, brauchen Sie zunächst die richtige Menge an Chlor, Flockmittel und Algenverhütungsmittel. Dafür sollten Sie wöchentlich mit einem Testkit die Wasserqualität und den pH-Wert Ihres Pools überprüfen. Letzterer sollte bei 7,0 bis 7,4 liegen. Ein zu hoher pH-Wert ist schlecht für die Haut und verursacht Schleimhaut- und Augenreizungen, ein zu niedriger Wert lässt die Poolarmaturen schneller korrodieren. Das Wasser in Ihrem Pool muss zudem mit der passenden Pumpe gefiltert und umgewälzt werden, damit es frei von Verunreinigungen bleibt und zudem richtig erwärmt wird. Achten Sie beim Kauf der Poolpumpe auf das passende Modell für die entsprechende Beckengrösse, damit das Gerät die Wasserkapazität des Pools bewältigen kann, aber nicht Energie verschwendet. Die Poolfilteranlage muss etwa alle zehn Tage durch Rückspülen gereinigt werden. Laub und andere schwimmende Verschmutzungen sollten Sie täglich mit einem Kescher aus dem Pool entfernen. Grober Schmutz sinkt im Pool allerdings oft zu Boden, bevor die Umwälzpumpe ihn ansaugt oder Sie ihn abfischen können – hier hilft ein Bodensauger. Einmal im Jahr sollten Sie zudem Kalk- und Schmutzbeläge im Pool entfernen.

    Tipp:

    Verwenden Sie für die Reinigung Ihres Beckens unbedingt spezielle Poolreinigungsmittel. Am besten funktioniert die Reinigung mit dem passenden Vlies bei abgesenktem Wasserspiegel, etwa während des Rückspülens. Verwenden Sie auf keinen Fall normalen Haushaltsreiniger! Diese bringen Fremdstoffe ins Poolwasser, können zu Algenwachstum führen und zudem die Poolfolie

  • 6. Fazit:

     

     

     

    Ein eigener Pool sorgt bei jedem Gartenbesitzer für Freude, ist aber auch eine nicht ganz billige Sonderausstattung. Mit der richtigen Planung können Sie aber sicherstellen, dass die Kosten beim Bau und beim Betrieb überschaubar bleiben. Auch die Wahl des richtigen Swimmingpool-Zubehörs trägt zu einem saubereren und angenehmen Badeerlebnis im eigenen Freibad bei.