Terrasse und Balkon

Inspirationen für Terrasse und Balkon:

Ob zum Grillen, zum Entspannen oder für Partys – im Sommer verbringen viele Menschen ihre Zeit am liebsten auf der Terrasse oder dem Balkon. Umso wichtiger ist es da, dass diese Orte schön eingerichtet und begrünt sind. Der OBI-Ratgeber verrät Ihnen die besten Tipps, damit auch aus Ihrer Terrasse oder Ihrem Balkon ein Ort zum Wohlfühlen wird.

1. So wird die Terrasse zu Ihrem Lieblingsplatz

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    Wenn Sie ein eigenes Haus mit Grundstück besitzen, bietet sich das Anlegen einer geräumigen Terrasse an. Achten Sie bereits bei der Planung darauf, dass die Himmelsrichtung stimmt. Eine Terrasse in Richtung Südwesten ermöglicht es Ihnen, viel Zeit in der Sonne zu verbringen, eine Terrasse in Richtung Nordost bietet dafür an einem heissen Nachmittag mehr Schatten.

    Ganz wichtig ist auch ein Wind- und Sichtschutz für Ihre Terrasse: Dabei haben Sie die Wahl zwischen Sichtschutzwänden, bepflanzten Rankgittern oder auch hohen Pflanzen in Kübeln, die zudem kahle Wände geschickt kaschieren. Denken Sie auch an die passenden elektrischen Anschlüsse fürs Grillen, einen Wasseranschluss und einen direkten Zugang zur Küche, um Umwege zu vermeiden. Planen Sie Ihre Terrasse so gross wie möglich, damit genügend Platz für Möbel, Grill und Sonnenschirm ist – als Faustregel empfiehlt sich eine Grösse von mindestens 9 Quadratmetern.

    Tipp:

    Denken Sie beim Anlegen Ihrer Terrasse unbedingt daran, dass Wasser richtig ablaufen kann – ansonsten haben Sie nach einem Sommergewitter stets Wasserlachen auf der Terrasse, die das Wachstum von Algen und Moosen begünstigen. Generell sollte eine Terrasse ein Gefälle von 1,5 bis 2 Prozent haben, damit Regenwasser richtig abfliessen kann.

  • 2. Der richtige Terrassen-Boden macht den Unterschied

     

     

     

    Bei der Einrichtung Ihrer Terrasse haben Sie die Auswahl aus einer unglaublichen Vielfalt von Bodenbelägen, Dekorationen und Pflanzen. Zunächst sollten Sie sich für einen passenden Bodenbelag entscheiden – im Angebot sind Fliesen, Holzböden, Betonplatten und Naturstein. Wenn Sie sich für einen Fliesenboden auf Ihrer Terrasse entscheiden, sollten Sie eher zu hellen und glasierten Fliesen greifen, da sich dunkle in der Sonne stärker erhitzen. Besonders im Trend sind derzeit matte Feinsteinzeug-Fliesen. Terrassen mit Holzbelag wirken ganz besonders warm und einladend – damit das so bleibt,  sollten sie je nach Holzart bzw. Material nachlasiert werden. Geeignete Hölzer für den Terrassenboden sind Douglasie oder kesseldruckimprägnierte heimische Nadelhölzer. Auch einfach zu verlegende Klickfliesen z.B. aus WPC (Holz-Kunststoff-Mischung) sind ein echter Hingucker. Dieses Material ist besonders pflegeleicht, da kein Nachstreichen wie bei Holz erforderlich ist.

    Wenn Sie es lieber etwas rustikal auf Ihrer Terrasse mögen, sollten Sie zu Betonplatten greifen. Diese Platten müssen auch nicht zwangsläufig nur eine graue Farbe haben: Eine Bearbeitung der Oberfläche, beispielsweise durch Strahlung oder Marmorierung, sorgt für viele verschiedene Designs. Ein Boden aus Naturstein schließlich hat ein besonders mediterranes Flair und ist zudem extrem witterungsbeständig. Der besondere Reiz liegt darin, dass jeder Naturstein individuell aussieht.

  • 3. Die schönsten Terrassenpflanzen

     

     

     

    Ihre Terrasse wirkt mit der richtigen Bepflanzung besonders einladend: Ideal sind Duftpflanzen wie Lavendel oder Kräuter wie Thymian. Für grosse Terrassen eignen sich der 1,5 Meter hohe Pfeifenstrauch, Zitronen-Bäumchen, Garten-Hortensien oder der Hibiskus. Wenn Sie es noch eine Nummer grösser mögen, sollten Sie vielleicht zum Olivenbäumchen greifen. Diese Pflanzen wachsen in einem ausreichend grossen Kübel zwei bis drei Meter hoch.

    Trennen Sie zudem Ihre Terrasse vom restlichen Garten mit einer hohen Pergola oder Rankhilfe, die Sie mit Kletterpflanzen, Einjährigen und Stauden bepflanzen. Oder Sie grenzen Ihre Terrasse mit Rosensträuchern und Gehölzen vom Garten ab. Alternativ können Sie Ihren Garten auch mit Pflanzen wie der kletternden Akebien und Pflanzen im Kübel auf Ihre Terrasse holen oder der Veranda durch Strauch-Malve und Ahorn mehr Geborgenheit geben.

     

  • 4. Ausrichtung von Terrasse und Balkon bestimmt die Ausstattung

     

     

     

    Wie Sie Ihren Balkon oder Ihre Terrasse einrichten, hängt auch von der Himmelsrichtung und der entsprechenden Sonneneinstrahlung ab. Sind Sie Besitzer einer Südterrasse oder eines Südbalkons mit vielen Sonnenstunden, dann versuchen Sie doch, eine Sonnenliege unterzubringen. Gleichzeitig ist im heissen Sommer der richtige Schutz durch einen Sonnenschirm unverzichtbar. Speziell für kleine Balkone gibt es auch Sonnenschirme mit einem Durchmesser von weniger als 1,5 Metern, die Sie einfach an der Brüstung befestigen können. Als Sonnenschutz sind aber auch Markisen sehr praktisch. Die Sonnenblenden lassen sich bei Bedarf schnell aus- und einfahren und nehmen zudem keinen Platz weg.

    Auf einem Ostbalkon oder einer Ostterrasse können Sie in der Morgensonne frühstücken, ein kleiner Tisch für zwei Personen und zwei klappbare Stühle sind hier also eine sinnvolle Anschaffung. In Sonnenschutz müssen Sie hingegen kaum investieren, da die Sonne nur am Morgen scheint. Gleiches gilt für die Westseite, die nur abends in der Sonne liegt. Auf einem Nordbalkon oder einer Nordterrasse scheint zwar noch seltener die Sonne, der Bereich muss aber auch nicht kahl bleiben. Mit dem entsprechenden Zubehör und blühenden Pflanzen entsteht auch hier ein nettes Plätzchen.

    Bei der Wahl der Terrassen- und Balkonmöbel ist Ihr persönlicher Geschmack entscheidend: Im Trend sind derzeit Stühle und Tische aus Aluminium kombiniert mit Holzteilen. Diese Möbel sind leicht und können gut transportiert werden, wirken zugleich aber nicht so schlicht wie reine Metall-Möbel. Zur Dekoration werden Wasserspiele und Mini-Teiche immer beliebter. Bei einer kleinen Terrasse bietet sich auch ein Holzfass mit einer kleinen Pumpe an.

     

  • 5. Tipps für den kleinen Balkon

     

     

     

    Wenn Sie in der Stadt wohnen, steht Ihnen wahrscheinlich nicht unbegrenzt viel Platz zur Verfügung. Aber auch der kleine Balkon einer Mietwohnung muss nicht kahl und uneinladend bleiben: So sorgen Hängekästen mit Balkonpflanzen dafür, dass Grundflächen nicht zu gestellt werden; Etageren und Ecktische schaffen mehr Stellraum. Achten Sie darauf, Balkonkästen und Sonnenschirm aus platzsparenden Gründen aussen am Balkon zu befestigen. Auf einem besonders kleinen Balkon muss zudem nicht unbedingt ein vierbeiniger Tisch stehen, im Baumarkt gibt es auch Balkonmöbel, die an der Brüstung befestigt werden können. Klappbänke oder massgefertigte Schränke bieten zusätzlichen Stauraum für Grillzubehör und Co.


    Selbst für eine Mini-Outdoor-Lounge mit niedrigen Sitzmöbeln ist auf einem kleinen Balkon oftmals Platz – achten Sie beim Kauf der Möbel unbedingt auf wasserfeste Polster. Achtung: Auf einem Nord-Balkon trocknen Holzmöbel weniger gut als auf einem Süd-Balkon – entscheiden Sie sich daher bei einer Nordausrichtung lieber für Balkonmöbel aus Kunststoff oder Metall. Wenn Ihr Balkon zu wenig Platz für Möbel bietet, dann können Sie ihn dennoch als grünen Ausblick aus Ihrer Wohnung herrichten: Setzen Sie Ihre Pflanzen einfach genau vor der Balkontür in Szene, gruppieren Sie einige Pflanztöpfe auf einem niedrigen Klapptisch und staffeln das Grün in unterschiedlichen Höhen bis hin zur Brüstung.

  • 6. Balkonpflanzen zum Wohlfühlen

     

     

     

    Für einen sonnigen Südbalkon sind Pflanzen wie Margeriten, Dahlien oder die Bidenspflanze besonders geeignet. Für ein halbschattiges Plätzchen bieten sich hingegen das Edellieschen, Männertreu oder die Flockenblume an. Das Fleissige Lieschen, Fuchsien oder die Knollenbegonie bevorzugen schattige Standorte. Damit auf Ihrem Balkon ein einheitliches Gesamtkonzept entsteht, sollten Sie einige Regeln bei der Wahl der Pflanzen beachten: Hängende Pflanzen gehören an den vorderen Rand oder die Seite des Balkons, Leitpflanzen wie Geranien oder Fuchsien stellen Sie besser nach hinten, da sie besonders üppig blühen und das Erscheinungsbild schnell dominieren können. Begleitpflanzen wie das Gänseblümchen können Sie zwischen die anderen Blumen setzen. In schmalen Balkonkästen sollten Sie Ihre Blumen generell nur einreihig anordnen.

    Wenn Sie eher den klassischen Balkon bevorzugen, sollten Sie rote Geranien mit gelben Pantoffelblumen und blauen Lobelien mixen. Romantischer wird es mit einer Mischung aus Margeriten, Fleissigem Lieschen, Vergissmeinnicht, Efeu und Lavendel. Sind Sie eher ein Purist, dann greifen Sie für Ihren Balkon auf Buchsbäume zurück oder legen einen Kräutergarten mit Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Oregano, Rosmarin und Thymian an. Mit ein bisschen Geschick können Sie auf Ihrem Balkon sogar einen kleinen Nutzgarten anlegen. Im OBI-Markt gibt es neben Balkonkästen auch sogenannte Pflanzboxen, die Sie an die Brüstung hängen oder auf den Boden stellen können. Mit Blumenregalen und Pflanzenampeln oder einem Hochbeet können Sie auf Ihrem Balkon auch einfach in die Höhe gärtnern.

    Fazit

    Ohne Terrasse oder Balkon ist der Sommer nur halb so schön! Besitzen Sie eine geräumige Veranda, können Sie sich bei Möbeln, Wasserspielen und Pflanzen austoben. Aber auch den kleinen Balkon einer Stadtwohnung können Sie mit den richtigen Ideen und wenigen Handgriffen schnell in einen Wohlfühlort verwandeln.