Heizkörper nachfüllen in 7 Schritten

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Fehlt das Wasser für den Druckaufbau im Heizkörper, geht Heizenergie verloren. Denn damit Ihr Heizkörper richtig heizt, muss er gleichmässig mit heissem Wasser versorgt sein. Nachdem Sie ihn oder während Sie ihn entlüftet haben, kann es deshalb nötig werden, den Wasserdruck der Heizungsanlage zu regulieren. Dazu muss die Heizung mit zusätzlichem Wasser befüllt werden. OBI erklärt Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie dabei vorgehen sollten.

Als Besitzer einer Heizanlage können Sie das Nachfüllen des Heizungswassers leicht selbst durchführen. Wenn Sie zur Miete wohnen und Probleme mit den Heizkörpern haben, sollten Sie zunächst den Hausmeister oder den Vermieter um Rat fragen.

Anforderungen: Grundkentnisse

Zeitaufwand: ca. 45 Minuten

  • Schritt 1 - Wasserdruck prüfen

     

     

     

    Der Wasserdruck der Heizungsanlage wird über den Druckmesser, das Manometer, ermittelt. In der Regel liegt der Druck zwischen 1 und 2 bar. Auf vielen Manometern befinden sich entsprechende Markierungen, die den idealen Druckbereich angeben. Im Zweifel die Bedienungsanleitung der Heizungsanlage zu Hilfe nehmen. Ist der Druck zu gering, muss Wasser nachgefüllt werden.

  • Schritt 2 - Umwälzpumpe abschalten

     

     

     

    Vor dem Nachfüllen zuerst die Umwälzpumpe abschalten und die Thermostatventile der angeschlossenen Heizkörper auf die höchste Stufe stellen.

  • Schritt 3 - Der richtige Verbindungsschlauch

     

     

     

    Die Bedienungsanleitung der Heizungsanlage informiert über den Schlauch, der zum Verbinden von Anlage und Wasserhahn benötigt wird. In vielen Fällen passt ein normaler Gartenschlauch. Anschliessend den Schlauch ausspülen, um ihn von Schmutz zu reinigen. Ein Systemtrenner (spezielle Schlauchverbindung) zwischen Wasserhahn und Schlauch verhindert, dass verunreinigtes Wasser aus der Heizung in den Trinkwasseranschluss gelangt.

  • Schritt 4 - Schlauch mit Einfüllstutzen verbinden

     

     

     

    Schlauch fest mit dem Einfüllstutzen der Heizanlage verbinden. Normalerweise befindet sich dieser in der Nähe des Druckmessers. Einfüllstutzen dabei unbedingt zugedreht lassen.

  • Schritt 5 - Schlauch an Wasserzuleitung anschließen

     

     

     

    Nun den Schlauch locker an die zugedrehte Wasserzuleitung anschliessen, sodass noch Luft aus dem Schlauch entweichen kann. Bei der Wasserzufuhr in das Heizungssystem soll keine Luft in den Heizkreislauf gelangen. Die im Schlauch vorhandene Luft muss daher erst wie folgt abgelassen werden:

    Wasserhahn langsam aufdrehen und Wasser in den locker angeschlossenen Schlauch lassen. So presst das Wasser die Luft aus dem Schlauch.

    Lappen unter den Wasserhahn halten, um überschüssiges Wasser aufzufangen. Tritt an der locker angeschlossenen Seite des Schlauchs Wasser aus, ist der Schlauch frei von Luft und kann dann fest verbunden werden.

  • Schritt 6 - Einfüllstutzen aufdrehen

     

     

     

    Einfüllstutzen an der Heizungsanlage nun langsam aufdrehen, anschliessend den Wasserhahn aufdrehen. Das Wasser fliesst in das Heizungssystem.

  • Schritt 7 - Wasserhahn und Einfüllventil abdrehen





    Manometer während des Einlassens stets im Auge behalten. Wasserhahn und Einfüllventil wieder abdrehen, sobald es den gewünschten Wert anzeigt. Den Schlauch anschließend abmontieren. Nun wie zuvor beschrieben, die Entlüftung der Heizkörper vornehmen.


    Tipp:
    Das Heizsystem sollte regelmässig gewartet werden. Besonders wichtig ist die Überprüfung von Heizungsdruck und möglicher Luft im Heizsystem vor dem Start der Heizsaison im Herbst. So reaktivieren Sie Ihre Anlage und beugen Ausfällen während der kalten Monate vor.