Igelfreundlicher Garten – so gelingt er

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Mit einem igelfreundlichen Garten bieten Sie den Wildtieren einen passenden Ort zum Leben und zum Überwintern. Lesen Sie, was ein Igel frisst, was er zum Überwintern braucht und woran Sie einen kranken Igel erkennen.

1 Video: Tipps und Tricks für einen igelfreundlichen Garten 2 Wie sieht ein igelfreundlicher Garten aus?
3 Was frisst der Igel? 4 Igelfreundliche Gartenpflege
5 Wie erkennt man einen kranken Igel?

Video: Tipps und Tricks für einen igelfreundlichen Garten

  • - Wie überwintert ein Igel im Garten?
  • - Was frisst ein Igel?
  • - Totholzstapel anlegen: Unterkunft & natürliche Nahrungsquelle
  • - Wasser & Teich: Gefahrenstellen im Garten erkennen & beseitigen
  • - Wie erkenne ich einen kranken Igel und was gilt es zu beachten?
  • - Das Igelrevier mit Zäunen & Hecken durchlässig machen
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Wie sieht ein igelfreundlicher Garten aus?

Der Igel ist eine besonders geschützte und durch den Menschen gefährdete Tierart, die unter dem zunehmenden Mangel an geeigneten Lebensräumen leidet. Wer den nützlichen Tieren in seinem Garten ein Zuhause bieten will, kann dafür einige Massnahmen ergreifen.

Ein igelfreundlicher Garten ist naturnah und besitzt im besten Fall verwilderte Ecken, Laubhaufen oder grosse Hecken, wo der Igel sich einnisten kann. Ein Haufen Totholz bietet dem Igel dank der darin befindlichen Insekten eine zusätzliche Nahrungsquelle.

Mit einem kleinen Igelhaus können Sie dem Igel ein gemütliches Zuhause im eigenen Garten bieten. Dieses gibt dem Igel Sicherheit und die Möglichkeit dort zu fressen, zu schlafen und auch zu überwintern. Der Unterschlupf sollte nicht direkt auf der Wiese oder mitten im Garten stehen, sondern unter einer Hecke, wo der Igel sich wohlfühlt. Nistmaterial wie getrocknetes Laub, Moos oder Stroh bieten dem Igel zusätzlichen Schutz.

Igel haben ein grosses Laufgebiet, dieses wird durch engmaschige Gartenzäune eingeschränkt. Damit der Igel frei herumlaufen kann, empfiehlt sich deshalb ein Drahtzaun mit grossen Maschen, durch die der Igel hindurch passt.

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Was frisst der Igel?

In der Natur frisst der Igel hauptsächlich Insekten oder andere Kleinstlebewesen. Obst und Gemüse stehen nicht auf seinem Speiseplan. Wenn Sie einen Igel in Ihrem Garten füttern, geben Sie ihm weder Obst und Gemüse noch Milch, denn auch Laktose bekommt Igeln nicht.

Wichtig ist eine abwechslungsreiche Ernährung, wenn Sie den Igel in Ihrem Garten füttern. Ungewürztes Hack und Rührei frisst der Igel gerne. Ebenso ist hochwertiges Katzenfutter eine gute Nahrungsquelle für den Igel. Nassfutter sollte kein Gelee oder gewürzte Sosse enthalten, Trockenfutter sollte getreidefrei sein, um den Igeldarm zu schonen.

Ein kleines Schälchen mit Wasser können Sie dem Igel in sein Haus oder an die Hecke stellen – besonders im Sommer freut der Igel sich über eine Wasserquelle. Wechseln Sie das Wasser täglich aus.

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Igelfreundliche Gartenpflege

Igel sind dämmerungs- und nachtaktive Tiere. Sie durchstreifen ihr Gebiet auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Ein Gartenteich stellt dementsprechend eine Gefahr für den Igel dar. Er kann hineinfallen und schlimmstenfalls ertrinken. Damit der Igel vor dem Wasser sicher ist, können Sie an Ihrem Teich eine Ein-und Ausstiegshilfe anbringen. Ein grobes Stück Holz oder eine selbstgebaute Brücke aus Ästen im Teich kann Igelleben retten. Gleiches gilt für Schächte im Garten, z. B. ein Kellerfenster. Stellen Sie dem Igel eine Kletterhilfe bereit oder vergittern Sie alle Schächte, damit der Igel gar nicht erst hineinfallen kann.

Immer wieder kommt es vor, dass Igel bei der Gartenarbeit verletzt oder getötet werden. Seien Sie vorsichtig, wenn Sie Ihren Kompost- oder Laubhaufen umsetzen. Tagsüber sind das gute Verstecke für den Igel. Auch beim Mähen von hohem Gras ist Rücksicht geboten, schauen Sie vor dem Mähen vorsichtig nach, ob sich dort ein Igel befindet. Da Igel meist nachts unterwegs sind, sollten alle Mähroboter nachts ausgeschaltet sein. Ansonsten könnten diese ausversehen einen Igel im Garten überfahren.

Pflanzenschutzmittel schaden dem Igel nicht direkt, töten aber seine natürlichen Nahrungsquellen, wie Insekten oder Kleinstlebewesen. Chemische oder mineralische Dünger schaden dem Organismus des Igels – daher empfehlen sich organische Dünger.

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Wie erkennt man einen kranken Igel?

Verletzte und kranke Igel zeigen sich tagsüber. Das ist unnatürliches Verhalten und häufig ein Hinweis, dass mit dem Tier etwas nicht stimmt. Gucken Sie sich den Igel genau an. Gesunde Igel haben eine Birnenform. Vom runden Hinterteil verläuft der Körper bis hin zum Kopf schmaler zu. Ein kranker Igel hat keine zulaufende Körperform, er sieht aus wie eine Wurst – länglich, ohne erkennbare Veränderung der Körperform.

Haben Sie einen kranken Igel entdeckt, nehmen Sie Kontakt mit einer Igelauffangstation oder einem Tierarzt auf. Fassen Sie den Igel nur in Ausnahmefällen an und schützen Sie Ihre Hände mit dicken Arbeits- oder Gartenhandschuhen vor den Stacheln.

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