Sonnenschutz für Fenster und Räume

Sowohl im Schlafzimmer als auch in anderen Räumen kann ein zu hoher Lichteinfall stören. Dann sind Vorhänge, Rollläden und andere Verdunkelungen die passenden Helfer. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Massnahmen zum Sonnenschutz gibt, wie sie funktionieren und welcher Lichtschutz für dich in Frage kommt.
Was ist ein geeigneter Sonnenschutz für das Fenster?
Der ideale Sonnenschutz für deine Fenster und Räume hängt von einigen wichtigen Faktoren ab. Die Sonneneinstrahlung, die Fenstergröße und die Ausrichtung der Wohnung entscheiden darüber, ob du eher zu Rollläden oder zur Sonnenschutzfolie greifst. Darüber hinaus spielt natürlich auch die Optik eine Rolle, denn der Sonnenschutz sollte sich nahtlos in das Raumkonzept einfügen. Deshalb ist es ratsam, dass du dir zunächst einen Überblick über die Gegebenheiten des jeweiligen Raumes verschaffst. Im Anschluss wählst du dann die ideale Sonnenschutz-Lösung.
Aussen und innen liegender Sonnenschutz
Beim Sonnenschutz hast du im Allgemeinen zwei unterschiedliche Möglichkeiten. Du kannst die Lichteinstrahlung entweder innen liegend, zum Beispiel mit Vorhängen, regulieren oder auf einen Sonnenschutz setzen, der sich außerhalb des Fensters befindet. Verdunkelungen für den Außenbereich ziehen in der Regel bauliche Veränderungen nach sich. Deshalb raten wir dir, Sonnenschutz außerhalb des Fensters bereits in der Bauplanung zu berücksichtigen. Wenn bauliche Massnahmen in und an deiner Immobilie nicht möglich sind, dann nutzt du besser innen liegende Sonnenschutzsysteme, um den Lichteinfall zu reduzieren.
Innenliegender Sonnenschutz ohne Bohren

Vorhänge, Rollos und Jalousien benötigen in der Regel Bohrungen in der Nähe des Fensters, um Halterungen oder Stangen zu befestigen. Gerade in Mietwohnungen kann eine solche Bohrung beim Auszug problematisch werden. Die Lösung sind Sonnenschutzsysteme, die du ohne Bohrung direkt am Fenster oder Rahmen anbringst.
Bei Plissees oder Faltstoren handelt es sich um eine Sonnenschutzvariante, die parallel als Fensterdekoration fungiert. Die gefalteten Stoffe sorgen nicht nur für eine Verdunkelung, sondern sehen durch ihr minimales Design auch gut aus. Die Montage ist zudem leicht: Den Befestigungsmechanismus samt Schnüren klemmst oder klebst du einfach an die Fensterflügel. Besonders Wabenplissees eignen sich für wirkungsvollen Sonnenschutz. Der doppelt gelegte Stoff wirkt verdunkelnd und dient gleichzeitig als Sicht- und Blendschutz. Wir empfehlen Wabenplissees und andere Faltstore außerdem für Räume mit Dachfenstern, da sie problemlos an Schrägen funktionieren.
Sonnenschutzfolien als Hitzeschutz

Eine weitere Möglichkeit, bei der du auf eine Bohrung verzichten kannst, ist Sonnenschutzfolie. Diese klebst du entweder von aussen oder innen direkt auf die Scheibe. Als Laie ist es ratsam, ein Unternehmen dafür zu beauftragen, um Fehler oder mögliche Schäden auszuschliessen. Sonnenschutzfolien bestehen aus mehreren Kunststoffschichten, zwischen denen sich mikroskopisch kleine Metallpartikel befinden. Diese reflektieren die eintreffenden Sonnenstrahlen und dienen auf diese Weise vor allem als Hitzeschutz. Durch die Funktionsweise der Fensterfolien verringert sich aber auch der Lichteinfall. Je nach Transparenzstufe verstärkt sich die Verdunkelung. Beachte aber, dass die Folien das Licht zum Teil spiegeln. Das kann deine Nachbarn im Alltag stören. Ausserdem sorgt der verdunkelnde Effekt der Sonnenschutzfolie dafür, dass die Raumtemperatur sinkt. Was im Sommer ein echter Segen ist, führt in den Wintermonaten gegebenenfalls zu höheren Heizkosten.
Die Klassiker: Vorhänge, Rollos und Jalousien

Sonnenschutz geht auch schlicht. Über viele Jahre haben sich Vorhänge, Gardinen, Rollos und Jalousien bewiesen. Für diese Varianten benötigst du aber in jedem Fall eine Halterung an der Wand. Während du für Vorhänge und Gardinen meist eine Stange einsetzen musst, schraubst du die Befestigungen für Rollläden und Jalousien in Fensternähe direkt in die Wand. Die Klassiker in Sachen Sonnenschutz punkten durch ihre unkomplizierte Handhabe. Vorhänge ziehst du an der Schnur zu, Rollos rollst du herunter und schon verringert sich die Sonneneinstrahlung. Einziges Manko: In den Räumen wird es dann schnell sehr dunkel. Es ist daher ratsam, auf die Transparenzstufen des Sonnenschutzes zu achten, denn es existieren Produkte, die den Lichteinfall nur teilweise reduzieren, wodurch die Räume weiterhin hell bleiben. Jalousien bieten dabei mehr Flexibilität. Die verstellbaren Lamellen lassen Licht in den Raum, fungieren aber als auch als Blendschutz. So entsteht eine angenehme Atmosphäre.
Flächen- und Lamellenvorhänge als modernes Element

Ähnlich wie die klassischen Vorhänge funktionieren auch Flächenvorhänge. Wie der Name bereits erahnen lässt, handelt es sich bei Flächenvorhängen um festere Stoffe, die gerade von einer Schiene oder einer Stange herabhängen. Der feste Stoff sorgt dafür, dass der Vorhang keine Falten schlägt. So entsteht ein moderner und stilvoller Eindruck. Flächenvorhänge findest du ebenfalls in verschiedenen Transparenzstufen, sodass du die Sonneneinstrahlung ganz nach deinen Wünschen regulieren kannst. Die Vorhänge dienen gleichzeitig als wirkungsvoller Sichtschutz und überzeugen durch eine grosse Farb- und Mustervielfalt für die passende Fensterdekoration.
Lamellenvorhänge funktionieren sehr ähnlich. Hierbei handelt es sich jedoch um schmale Stoffbahnen, die in einer Laufschiene unter der Decke angeordnet sind. Die Lamellen verbinden sich untereinander mit Kugelketten. Über genau diese Ketten kannst du den Lamellenvorhang in unterschiedlichen Winkeln einstellen und entweder den Lichteinfall erhöhen oder für Beschattung sorgen.
Welche Transparenzstufen gibt es?
Hersteller unterscheiden in der Regel vier verschiedene Transparenzstufen. Die Stufen beschreiben die Fähigkeiten der eingesetzten Stoffe in Bezug auf Lichtdurchlässigkeit und Sichtschutz. Man bezeichnet transparente Stoffe, also die erste Stufe, oft auch als Gardinenstoff. Die nächste Stufe beinhaltet die lichtdurchlässigen Stoffe, die zwar Sichtschutz bieten, den Raum aber nicht zu sehr verdunkeln. Die dritte Stufe sind die blickdichten Stoffe, die exzellenten Sichtschutz gewährleisten, aber immer noch Licht durchlassen. Ein Beispiel dafür ist ein Wabenplissee. Die letzte Transparenzstufe beschreibt abdunkelnde Stoffe, die dafür sorgen, dass kein Licht in deine Räume strahlt. Abdunkelnde Stoffe eignen sich ideal für Schlaf- oder Kinderzimmer.