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Ein Mann trägt einige Holzscheite auf dem Arm.

Wer seinen Kamin mit Brennholz beheizen möchte, sollte beim Kauf und der Lagerung des Brennstoffes einiges beachten. Hier erfährst du alles über die verschiedenen Masseinheiten, die richtige Stapelweise und Lagerung deiner Brennholz-Vorräte.

Wie lagert man Brennholz?

Damit das Brennholz später gut brennt, musst du es zuvor richtig stapeln und lagern. Das Holz sollte vor der Witterung geschützt und trocken gelagert werden. Der Lagerort für dein Brennholz sollte überdacht und zudem sonnig sein. Ideal ist beispielsweise die südliche Hauswand.

Um Feuchtigkeit vom Holz fernzuhalten, solltest du keine Plane verwenden. Die Luft kann unter dieser nicht mehr zwischen den Scheiten zirkulieren. Es droht ein Feuchtigkeitsstau und Schimmel. Auch von unten sollte das Holz nicht nass werden können. Hierfür kannst du es auf Stein oder Paletten stapeln.

Wo sollte man das Holz stapeln?

Neben der Südseite des Hauses gibt es weitere Orte, an denen du dein Holz stapeln kannst, wie zum Beispiel der Keller, ein Gartenhaus, ein Schleppdach oder ein Kaminholzregal.

  • In den Keller kommt nur das Brennholz, das bereits gut durchgetrocknet ist, denn für feuchtes Holz gibt es im Keller zu wenig Luftzirkulation. Lagerst du feuchtes Holz im Keller, kann sich Schimmel bilden.

  • Ist im Gartenhaus Platz, kannst du dein Brennholz auch dort stapeln. Sorge aber dafür, dass es ausreichend belüftet ist. Ein Haus mit einer offenen Seite ist ideal für die Holzlagerung.

  • Ein Schleppdach schützt das Holz vor Regen, sodass du es an der Hauswand stapeln kannst. Achte dabei auf einen Abstand von 5 cm bis 10 cm zur Hauswand, damit die Luft ausreichend zirkulieren kann.

  • Du kannst auch ein Kaminholzregal als Stapelhilfe für dein Brennholz nutzen. So ist alles sortiert, gut belüftet und stets griffbereit.

Ein Gartenhaus mit einer Wand, die zum Holzstapeln dient.

Ein luftiger, regengeschützter Platz am Gartenhaus ist ein idealer Lagerungsort für Brennholz.

Wie lange sollte das Holz lagern?

Holz hat den besten Heizwert mit einer Restfeuchte von 15 % bis 20 %. Mit einem Feuchtigkeitsmessgerät kannst du diesen Wert bestimmen.

Vor allem bei frischem Holz verschätzt man sich bei der Lagerzeit. Es muss bis zu drei Jahre lang lagern. Deshalb solltest du den Ort für die Brennholz-Lagerung gross genug gestalten. So kannst du bereits getrocknetes Holz verbrennen und an der anderen Seite des Lagers frische Scheite zum Trocknen nachlegen.

So stapelst du Brennholz

Die richtige Stapelmethode ist entscheidend dafür, ob dein gelagertes Holz später gut brennt. So solltest du vorgehen:

  1. Starte mit der unteren Reihe. Lege die Scheite mit kleinem Abstand voneinander auf einen festen Untergrund. So kann die Luft zirkulieren.

  2. In der zweiten Reihe legst du die Scheite quer auf die zuvor gelegten Holzscheite. Etwa drei Scheite sollten nebeneinander passen.

  3. Die folgenden Reihen stapelst du nun abwechselnd so, wie in den ersten beiden Schritten beschrieben.

So kann die Luft zwischen den Scheiten optimal zirkulieren und dein gestapeltes Holz besitzt genug Stabilität, um Wind standzuhalten.


Hinweis: Bei Stapelhilfen und Regalen kannst du das gesamte Brennholz parallel stapeln.

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Produkte im Shop finden

Brennholz und weitere Brennstoffe für deinen Kamin findest du im OBI Onlineshop.

Das passende Brennholz für dich

Brennholz kannst du in verschiedenen Formen kaufen. Je nachdem, wie viel körperliche Arbeit du investieren möchtest, kannst du es selbst schlagen oder bereits gespalten kaufen.

Brennholz selber schlagen

Wenn du die nötigen Fähigkeiten und Berechtigungen, wie beispielsweise einen Motorsägenschein, besitzt, kannst du die zuständige Forstverwaltung wenden. Wenn diese Brennholz anbietet, wird dir ein Waldgebiet zugeordnet, in welchem du anschliessend dein Brennholz schlagen kannst. Es ist auch möglich, dass die Holzstämme schon gefällt an der Strasse oder im Wald liegen und du dich daran bedienen kannst. Das Holz ist dort noch nicht weiterverarbeitet und muss von dir für den Transport und die Lagerung zerteilt werden.

Jemand spaltet Holz mit der Axt.

Statt ofenfertiges Brennholz zu kaufen, kannst du auch selbst zur Axt greifen und dein Holz schlagen.

Brennholz als Meterware

Besitzt du nicht die technischen Möglichkeiten, das Holz selbst zu schlagen, kannst du es als Meterware kaufen. Das Holz ist dann bereits in Spalten zerlegt und muss lediglich zurecht gesägt werden.

Ofenfertiges Brennholz

Am wenigsten Aufwand bereitet es dir, wenn du ofenfertiges Brennholz kaufst. Die Scheite sind zugeschnitten und bereits getrocknet. Auch bei ofenfertigem Brennholz solltest du auf die richtige Lagerung achten und die Scheite nach der oben vorgestellten Anleitung stapeln. Besonders günstig kannst du das ofenfertige Brennholz im Frühjahr kaufen.

Brennholz ist in einem Regal dekorativ aufgeschichtet.

Mit der richtigen Gestaltung kannst du Brennholz auch als dekoratives Element in deinem Garten oder Haus nutzen.

In welchen Einheiten wird Brennholz angeboten?

Die Menge von Brennholz wird meist in Raummetern angegeben. Es wird jedoch auch Holz unter der Angabe des Preises pro Ster, Schüttraummeter oder Festmeter angeboten. Das bedeuten diese Einheiten:

  • Ein Raummeter (rm) ist mit einem Kubikmeter gleichzusetzen, bei dem gespaltenes Holz parallel gestapelt ist. Die Freiräume zwischen den einzelnen Scheiten werden mitgerechnet.

  • Ster (st) ist ein älterer Name für die Masseinheit Raummeter. Umgangssprachlich sagt man auch "Ster", wenn die Holzscheite etwas kürzer sind.

  • Der Schüttraummeter (srm) nimmt auch den Kubikmeter als Mass. Allerdings werden die Holzscheite hier nicht ordentlich gestapelt. Sie werden stattdessen lose geschüttet. So entstehen zum Teil grosse Zwischenräume zwischen den Scheiten, sodass sich ein Schüttraummeter von einem anderen hinsichtlich der Holzmenge deutlich unterscheiden kann.

  • Der Festmeter (fm) ist die genaueste Masseinheit bei Brennholz. Hier wird von einem Kubikmeter ausgegangen, allerdings dürfen dabei keine Zwischenräume zwischen den Scheiten sein. Um dies zu erreichen, wird nach dem Schlagen des Holzes das Volumen der Stämme ermittelt. Aus einem ausreichend grossen Stück wird dann ein Festmeter Brennholz gewonnen.

Was kostet Brennholz?

Wie viel Geld für Brennholz verlangt wird, hängt von der Holzart und von der Verarbeitungsstufe ab. Einen Raummeter ofenfertiges Holz kannst du für etwa 100 € kaufen. Meterware ist günstiger als ofenfertiges Brennholz. Und schlägst du das Holz selbst, kannst du noch zusätzlich sparen. Hartholz ist dabei deutlich teurer als Weichholz.

Grob geschlagenes Holz liegt im Wald.

Brennholz ist günstiger, je stärker du es noch selbst verarbeiten musst.

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