Hochbeet ganzjährig bepflanzen

Wie lässt sich ein Hochbeet ganzjährig bepflanzen?
Mit der passenden Bepflanzung hast du fast das ganze Jahr über etwas von deinem Hochbeet. Nachdem du im Frühling erste Gemüse- und Salatsorten angezogen, ausgepflanzt und mit einem Vlies geschützt hast, brauchen Obst und Gemüse wie Tomaten, Zucchini und Kräuter in der Wachstumsphase im Sommer reichlich Wasser und etwas Pflege. Dazu gehört, dass du regelmässig Unkraut aus dem Beet entfernst. Im Herbst erntest du das Beet ab, um danach Gemüse wie Kohl und Porree anzubauen. Diese Gemüsesorten kannst du den ganzen Winter hindurch stehen lassen und ernten.
Was es in jeder Jahreszeit genau zu tun gibt, erfährst du im Folgenden.
Frühling – Hochbeet befüllen, Anzucht und Aussaat
Ab März startet die Gartensaison – auch im Hochbeet. Im Vorfrühling beginnst du damit, das Hochbeet zu befüllen. Hierzu füllst du schichtweise Erde in das Beet ein. Beginne mit einer durchlässigen Schicht aus grobem Material. Hierzu eignen sich Äste und Laub. Darauf kommt eine Schicht aus grober Komposterde. Als Nächstes füllst du Pflanzerde ein. Ganz zum Schluss verteilst du eine Schicht reifen Humus.
Vor allem durch die unteren Schichten erhält dein Beet für das Jahr fruchtbaren Boden. Denn das organische Material unter der Erde verrottet und setzt dabei Nährstoffe frei. Der Humus liefert zusätzliche Nährstoffe, sodass du kaum düngen musst. Wenn du in deinem Hochbeet Obst und Gemüse anbauen möchtest, empfehlen wir, wenn, dann einen Bio-Dünger zu verwenden.
In das vorbereitete Hochbeet setzt du im Frühjahr die ersten Erdbeeren ein. Ausserdem lässt sich zu dieser Jahreszeit Gemüse wie Blumenkohl, Kohlrabi, Weisskohl, Möhren und Mangold aussäen.
In kalten Nächten solltest du die Pflänzchen noch mit Vlies abdecken, um Kälteschäden vorzubeugen.
Ende März beginnt der Erstfrühling, der bis Anfang Mai andauert. Spätestens jetzt gilt es, Fruchtgemüse wie Gurken und Kürbisse anzuziehen. Auch Radieschen, Erbsen und Möhren sind jetzt bereit für die Aussaat und du kannst Pflücksalat auspflanzen. Halte aber noch immer das Vlies für kalte Nächte und Tage bereit.
Wenn im Mai schliesslich der Vollfrühling einsetzt, ist die Zeit gekommen, das Fruchtgemüse auszupflanzen und Kräuter in das Beet zu setzen. Decke aber den Salat und die Jungpflanzen in kalten Nächten nach wie vor mit dem Vlies ab.

Sommer – wässern, düngen, pflegen
Im Juni läutet der Frühsommer die warme Jahreszeit ein. Jetzt ist es an der Zeit, Auberginen, Zucchini und Kürbisse auszupflanzen. Ausserdem führst du Tomaten und Paprika nun mit Dünger wertvolle Nährstoffe für das Wachstum zu. Zur Pflege entfernst du die Seitentriebe.
Im Hochsommer von Ende Juni bis Anfang August benötigen die Pflanzen im Hochbeet regelmässig Wasser. Wir empfehlen, in den Morgenstunden oder am Abend zu giessen. Prüfe die Gemüsepflanzen regelmässig auf Schädlinge. Tomatenpflanzen kannst du alle 14 Tage düngen. Als Neuankömmlinge im Beet bieten sich dieser Tage Sommersalate an.
Im August klingen mit dem Spätsommer die warmen Tage langsam aus, deshalb ist jetzt der letzte Pflanztermin für Erdbeeren gekommen. Zudem bieten sich die letzten warmen Tage an, um Wintersalate und Kohlsorten zu pflanzen sowie Spinat und Radieschen auszusäen.

Herbst – Ernte und Wartung des Hochbeets
Im September wartet der Frühherbst mit kühleren Tagen und Nächten auf, deshalb gilt es hier erneut, das Vlies bereitzuhalten. Die Kräuter lassen sich jetzt abernten und für den längerfristigen Gebrauch einfrieren, während du die freie Fläche im Beet für die Aussaat von Feldsalat und Spinat nutzen kannst.
Wenn Ende September der Vollherbst beginnt, der meist bis Anfang November andauert, ist die Zeit reif, Auberginen und Tomaten abzuernten. Nun gilt es, das Hochbeet von Unkraut zu bereinigen, es auf mögliche Schäden zu kontrollieren und gegebenenfalls zu reparieren sowie Gründüngung auszubringen, um die Bodenqualität zu verbessern.
Doch selbst wenn mit dem Spätherbst im November die kalte Jahreszeit näher rückt, ziehst du mit einem Hochbeetaufsatz noch Wirsing, Grünkohl, Porree und Rosenkohl heran. Das Wintergemüse lässt sich bis in den Januar hinein ernten.
Tipp: Beim Ernten empfehlen wir, zunächst nur eine Pflanze abzuernten und die daneben auszulassen. So können die verbleibenden Pflanzen den freien Platz nutzen und sich besser entwickeln.

Winter – Hochbeet abdecken und die nächste Saison planen
In den darauffolgenden Wintermonaten solltest du das Hochbeet abdecken, um es vor Frost zu schützen. Hierfür bietet sich ein Frühbeetaufsatz an, der auch die späte Ernte von Grünkohl, Porree und Rosenkohl ermöglicht. Andere Möglichkeiten sind das Abdecken des Beets mit Laub und Stroh oder mit einer wasserdurchlässigen Folie. Nachdem du dein Hochbeet winterfest gemacht hast, kannst du die nächste Hochbeetsaison planen.

Inspiration für dein Hochbeet – Nutzbeet bepflanzen
Damit sich die Pflanzen im Hochbeet wohlfühlen und für eine ertragreiche Ernte sorgen, solltest du auf die Wuchshöhe achten. Kleine Pflanzen setzt du an den Rand, damit sie ausreichend Sonne abbekommen. Grosse Pflanzen gehören hingegen in die Mitte oder an die Rückseite des Hochbeets. Die Randreihen bieten sich für Rankpflanzen wie Gurken an, die über die Einfassung hinauswachsen. Die herabhängenden Triebe sind so besser vor Gurkenschimmel geschützt. Du kannst aber auch Klettererdbeeren an die Ränder setzen.
Ausserdem gelten zum Thema Fruchtfolge besondere Regeln im Hochbeet. Dazu teilt man Obst und Gemüse in Starkzehrer, Mittelzehrer und Schwachzehrer ein. Das erste Jahr gehört Starkzehrern wie Kürbis, Melone, Zucchini und Tomaten. Sie ziehen besonders viel Nitrat aus dem nährstoffreichen Boden. Das zweite Jahr ist ideal für Mittelzehrer wie Fenchel, Mangold, Möhren und Spinat. Würdest du Schwachzehrer wie Radieschen bereits im ersten Jahr pflanzen, besteht die Gefahr, dass sie stark ins Kraut schiessen, sodass die Ernte spärlich ausfällt.
In jedem Fall empfehlen wir, jährlich bei der Bepflanzung abzuwechseln. Vermeide es, eine Gemüseart derselben Pflanzenfamilie im nächsten Jahr an die gleiche Stelle zu setzen. Halte zudem den vom Hersteller auf dem Samenbeutel angegebenen Pflanzabstand ein. Ausserdem gibt es Pflanzen, die sich gut miteinander vertragen und solche, die sich gegenseitig Nährstoffe wegnehmen.
Welches Gemüse passt im Hochbeet zusammen?
Gute Beetnachbarn helfen sich gegenseitig. Indem du bestimmte Pflanzen im Beet kombinierst, wirkst du gängigen Schädlingen entgegen oder kannst typischen Pflanzenkrankheiten vorbeugen. Die Mischkultur hilft also, deine Pflanzen gesund zu erhalten, sodass du dich auf einen reichen Ertrag freuen kannst.
Spinat neben Kopfsalat vertreibt Erdflöhe.
Kombiniere Kohlarten mit Sellerie und Tomaten als Abwehr gegen den Kohlweissling.
Petersilie neben Erdbeeren beugt Schnecken vor.
Basilikum schützt Gurken und Zucchini vor Mehltau.
Salat und Petersilie vertragen sich nicht.
Pflanze Kohlsorten nicht nebeneinander.
Idee für die Bepflanzung – das mediterrane Beet
Die Gemüsesorten des mediterranen Beets eignen sich hervorragend für die Zubereitung von Pizza, Pasta und Salaten. Als Pflanzen für das Hochbeet bieten sich kompakte Busch- oder Zwergtomaten an. Sie überzeugen mit geringer Höhe und bilden in der Regel wenig Seitentriebe aus. Chili und Tomaten sind besonders gute Beetnachbarn, da sie sich gegenseitig vor Schädlingen schützen. Ergänzend zum Fruchtgemüse kannst du am Beetrand Salate und Kräuter pflanzen. Gurken platzierst du in den Ecken des Beets.
Idee für die Bepflanzung – das herzhafte Beet
Kohlrabi, Möhren, Rote Beete und Radieschen eignen sich dagegen als Zutaten für herzhafte Eintöpfe und Suppen oder in Salaten. Sie sind leicht zu kultivieren und können im Beet gut neben Kräutern wachsen. Im Frühherbst erntest du die Kräuter ab und frierst sie portionsweise ein, sodass du auch im Winter mit aromatischen Kräutern kochen kannst.







