
Gartenweg pflastern – Schritt für Schritt
Wie du in acht Schritten einen neuen Gartenweg pflastern kannst, zeigt dir unsere Schritt-für-Schritt-Anleitung – vom Aushub des Wegbettes im Garten bis zum Abrütteln des verfugten Weges.
Wie pflastere ich einen Gartenweg?
Wenn du einen Gartenweg anlegen und pflastern willst, beispielsweise zum Gartenhaus oder Carport, sorgst du im ersten Schritt für einen Unterbau mit Schotter und Splitt in passender Dicke.
Ein Unterbau mit Wegbegrenzung und Bettung macht den Weg robust und witterungsbeständig. Anschliessend verlegst du die Pflastersteine, schneidest Randsteine passgenau zu und fügst diese dem Verlegemuster hinzu. Abschliessend verfugst du den neuen Gartenweg und rüttelst ihn gründlich mit einer Rüttelmaschine ab.
Wie tief der Unterbau im Garten ausfallen muss, hängt vom jeweiligen Klima ab. Je kälter es in deiner Region wird, desto tiefer musst du den Unterbau für den Gartenweg anlegen.

Soll der Weg später auch mit Kraftfahrzeugen befahrbar sein, solltest du bei der Auswahl der Steine neben der gewünschten Optik auch bestimmte Mindeststärken beachten. Weitere wichtige Aspekte bei der Wahl der Pflastersteine sind die Oberfläche und die Frostsicherheit. Besonders glatte Oberflächen können bei Nässe, Eis und Schnee schnell rutschig werden. Frostsichere Steine halten auch starken Minusgraden stand, ohne dass Stücke von den Steinen abplatzen oder die Steine Risse bekommen.
Mache dir ausserdem vor dem Kauf der Pflastersteine bereits Gedanken zum Verlegemuster. Du kannst deinen Gartenweg zum Beispiel wie folgt anlegen:
einfache, funktionale Verlegung
Fischgräten-Muster
Reihenverband
kreatives Kombiformat
wilder Verband
Wenn du deinen neuen Gartenweg ökologisch gestalten möchtest, verwendest du idealerweise Öko-, Sicker- oder Drainagepflaster. Diese speziellen Pflaster sind durchlässig für Regenwasser und wirken der Flächenversiegelung entgegen. Ein ökologischer Gartenweg dient dem Umweltschutz und der Bodenqualität deines Gartens. Einige Kommunen entlohnen die ökologische Gestaltung sogar mit verminderten Abwassergebühren.
Achte bei allen Schritten darauf, einen tragfähigen und setzungsfreien Untergrund im Garten zu schaffen, den du abschliessend mit dem Rüttler verdichten kannst. Dies gewährleistet die spätere Stabilität der Fläche.
Tipp: Möchtest du nur einen kleinen Weg in einem wenig genutzten Teil des Gartens anlegen, eignet sich ein Weg mit Belag aus Rindenmulch oder ein Kiesweg.
Wie du beim Anlegen eines Gartenwegs vorgehst und welche Materialien und Werkzeuge du benötigst, erfährst detailliert in der Schritt-für-Schritt-Anleitung.
So pflasterst du einen Gartenweg
8 Schritte
1Verlauf planen und Grasnarbe entfernen




Auf einen Blick
Verlauf des Gartenwegs planen
Material planen
Verlauf markieren
Grasnarbe abtragen
2Fläche ausheben



Auf einen Blick
Fläche ausheben und nachmessen
Fläche verdichten
3Tragschicht erstellen

Auf einen Blick
Schotter verteilen und verdichten
2 % Gefälle einplanen
4Ausgleichsschicht erstellen




Auf einen Blick
Splitt auftragen und verteilen
Schnurgerüst spannen
Abziehrohre auslegen
Ausgleichsschicht nivellieren
5Pflastersteine verlegen




Auf einen Blick
Pflastersteine zuschneiden
Steine setzen
6Randsteine abstützen



Auf einen Blick
Splitt abheben
Beton anmischen
Beton verteilen und verdichten
7Verfugen und abrütteln



Auf einen Blick
Splitt einarbeiten
Weg abrütteln
Übergang mit Schonhammer (Gummihammer)
Fugen füllen
Weg säubern
8Umrandung anlegen

Auf einen Blick
Grasnarbe platzieren
Grasnarbe zuschneiden
Pflasterwege im Garten individuell gestalten
Wege zwischen Haus, Garten und Terrasse kannst du individuell gestalten. Dafür hast du zahlreiche Möglichkeiten. Breite, Verlauf oder die Wahl des Belags geben deinem Weg eine individuelle Note. Mit Einfassungen aus Naturstein kannst du bei gepflasterten Wegen einen schönen Kontrast zum eigentlichen Pflasterbelag setzen. Das gilt ebenso für Wege mit anderen Belägen wie Kieswege oder Rindenmulchwege.
Noch mehr Individualität verleihst du deinem Weg im Garten mit besonderen Verlegemustern. Auch unterschiedliche Steine oder sogar Mosaiksteine geben deinem Pflaster ein einzigartiges Design. Angrenzende kleine Beete, Blumenkübel oder schöne Gartenaccessoires vervollständigen die persönliche Gestaltung deiner Wege im Garten.
Weitere Materialien für den Gartenweg
Neben einem Pflasterweg stehen dir weitere Möglichkeiten zum Anlegen eines Gartenweges zur Verfügung. Bei der Auswahl des Materials solltest du vorrangig auf die spätere Belastung des Weges und natürlich auf deine optischen Präferenzen bei der Gartengestaltung achten.
Kieswege sind zwar weniger belastbar als gepflasterte Gartenwege, fügen sich dafür jedoch gut in die Gartengestaltung ein. Du kannst auch auf eine Kombination aus Kies und Trittplatten setzen – so hast du jederzeit einen festen Stand dank der Platten, musst aber nicht auf die Optik vom Kies verzichten.
Eine ideale Möglichkeit für die Weggestaltung in naturnahen Gärten bietet Rindenmulch. Gartenwege aus diesem natürlichen Material sind jedoch weniger für die tägliche Nutzung oder schwere Belastungen ausgelegt. Dafür fügen sie sich besonders gut ins natürliche Ambiente des Gartens ein und sind in der Regel kostengünstiger als Pflasterwege.
Gartenwege aus Kies oder Rindenmulch eignen sich zudem ideal für das Anlegen um Beete herum. Auf diese Weise hast du bei der Arbeit im Garten jederzeit einen festen Stand ohne einen Gartenweg pflastern zu müssen – und auch optisch ist solch eine Umrandung ansprechend.







