
Welcher Rasensamen ist der richtige?
Die Wahl des richtigen Rasensamens ist entscheidend dafür, dass der Rasen später gesund und üppig wächst. Erfahre im Ratgeber unter anderem mehr zur Qualität und den unterschiedlichen Mischungen.
Die Mischung ist beim Rasensamen entscheidend
Eine Rasenfläche soll im Garten möglichst saftig grün und pflegeleicht sein. Damit das gelingt, setzt du beim Kauf von Rasensamen auf Qualität. Wähle hier also nicht unbedingt nach dem günstigsten Preis aus.
Eine Saatmischung ist aus verschiedenen Gräsersorten zusammengesetzt. Diese haben im Rasen unterschiedliche Aufgaben. Bei besonders günstigen Mischungen von Rasensamen wächst die Grasnarbe oft nicht richtig dicht. Ausserdem entsteht dann leicht Unkraut. Gleiches gilt, wenn die Mischung nicht für die gewünschte Nutzung geeignet ist.
Diese Rasensamen-Mischungen sind hochwertig

Ein dichter und gepflegter Rasen lässt den ganzen Garten schöner aussehen. Mit dem richtigen Rasensamen gelingt das satte Grün eher.
Ein Merkmal einer qualitativ hochwertigen Mischung von Rasensamen ist, dass die Gräser langsam wachsen. Sie wachsen ausserdem dicht und trittfest. Auch die Ausläuferbildung ist gut.
Diese Rasensamen enthalten höchstens drei bis vier Gräserarten und wurden speziell gezüchtet:
Deutsches Weidelgras (Lolium perenne), Wiesen-Rispe (Poa pratensis), Rot-Schwingel (Festuca rubra) und Straussgras (Agrostis).
In welchem Verhältnis diese Sorten gemischt sein müssen, hängt vom Verwendungszweck ab. Soll dein Rasen intensiv genutzt werden, ist ein hoher Anteil von Deutschem Weidelgras und Wiesen-Rispe sinnvoll. Diese beiden Sorten lassen den Rasen schön dicht, fest und strapazierfähig wachsen.
Wünschst du dir hingegen einen Zierrasen, sollten in der Mischung mehr Samen für Rot-Schwingel und Straussgras enthalten sein.
Mischungen für Rasenflächen im Schatten enthalten besonders viele Samen für Gräser, die ohne viel Licht auskommen. Die Läger-Rispe (Poa supina) gehört ebenso dazu wie die Rasen-Schmiele (Deschampsia cespitosa).
So erkennst du Rasensamen mit guter Qualität
Achte beim Kauf von Rasensamen auf die Abkürzung RSM. Sie sollte auf der Verpackung angegeben sein. Die Buchstaben stehen für „Regel-Saatgut-Mischung“. Bei Rasensamen mit diesem Hinweis kannst du sicher sein, Qualität zu kaufen. Eine Regel-Saatgut-Mischung enthält ausschliesslich Samen hochwertiger Gräsersorten. Sie wurden allein für die Verwendung im Rasen gezüchtet.
Die Mindestkeimfähigkeit dieser Mischungen übersteigt oft die gesetzlich geforderten Werte. Ausserdem wurden die Sorten intensiv getestet.
Orientiere dich nicht an hochtrabenden Produktnamen. Sie sagen oft nichts über die Qualität der Rasensamen aus. Schaue lieber auf das grüne Etikett auf der Verpackung. Dort steht genau, welche Rasensamen in der Mischung enthalten sind.

Auf der Verpackung des Rasensamens ist die Zusammensetzung der Mischung angegeben. Hier lohnt sich ein prüfender Blick.
Vorsicht vor Mischungen wie „Berliner Tiergarten“
Beim Kauf von Rasensamen trifft man unter anderem recht häufig auf den Namen „Berliner Tiergarten“. Bei dieser Rasensamen-Mischung solltest du vorsichtig sein, denn der Name ist nicht geschützt. Das heisst, dass jeder Hersteller seinen Rasensamen so nennen darf. Wie die Samen zusammengesetzt sind und welche Qualität sie haben, ist dabei unter Umständen aber unklar.
Da der Name recht bekannt ist, werden unter ihm viele preiswerte Gräsersorten verkauft. Diese wachsen meist stark. Eine dichte Grasnarbe bilden sie jedoch nicht. Für Rasenflächen im Garten eignen sie sich daher häufig nicht gut.
Darum lohnt sich bei Rasensamen Qualität
Oft bestehen Gräsermischungen für Rasen- und Grünlandflächen aus denselben Arten. Dabei werden jedoch unterschiedliche Sorten eingesetzt. Zum einen machen die Gräsersorten einen Unterschied. Zum anderen ist auch das Mischungsverhältnis entscheidend.
Ein günstiges Produkt mag verlockend sein, die Angebote enthalten aber häufig Gräsersorten, die eigentlich für die Viehfütterung vorgesehen sind. Landwirtschaftliche Gräsermischungen werden in grossen Mengen umgesetzt. Gepflegte Rasenanlagen im Garten sind hingegen eher klein. Deshalb sind die Kosten für die Entwicklung neuer Gräsersorten für den Rasen vergleichsweise hoch und gute Produkte eben kostspieliger.
Es lohnt sich aber, auf echtes Rasensaatgut zu setzen. Denn damit reduzierst du später unter anderem auch den Aufwand bei der Unkrautbekämpfung und musst idealerweise keine Kahlstellen nachsäen.
Mit hochwertigem Rasensamen bepflanzte Flächen bilden nach und nach eine dichte Grasnarbe. Unkraut hat deutlich weniger Chancen. Die Samen-Mischungen billiger Angebote wachsen schnell. So zeigt sich in Kürze viel Grün. Diesen Rasen musst du allerdings auch häufiger mähen. Trotzdem hat er oft Lücken. In genau diesen Lücken bilden sich dann häufig Moos und Unkraut.
Rasendünger und spezielle Saatgut-Mischungen

In einigen Mischungen von Rasensamen ist der Dünger schon enthalten. Dann musst du dich um die Düngung erst einmal nicht kümmern.
Damit sich dein frisch gesäter Rasen gut entwickelt, düngst du ihn mit einem Starterdünger. Empfehlenswert ist ein phosphorbetonter Dünger. Davor führst du eine Bodenanalyse durch. So weisst du, wie hoch der Nährstoffgehalt des Bodens ist.
Einige Rasensamen-Mischungen enthalten neben den Samen auch den Starterdünger. Dann musst du keinen weiteren Dünger auf die Fläche ausbringen. In anderen Mischungen sind lebende Mikroorganismen enthalten. Sie fördern das Wurzelwachstum. Gleichzeitig machen sie den Rasen weniger anfällig für Krankheiten.
Fazit: Guten Rasensamen erkennen
Diese drei Tipps helfen dir, guten Rasensamen zu erkennen:
Auf der Verpackung befindet sich der Hinweis „RSM“. Er steht für „Regel-Saatgut-Mischung“. Diese Rasensamen halten somit gesetzliche Richtwerte ein und sind getestet. Die genaue Zusammensetzung ist auf der Verpackung angegeben.
Die Rasensamen enthalten nur drei bis vier Gräserarten.
Die Rasensamen passen zum gewünschten Verwendungszweck.








