Aufräumen mit Kindern

Wenn es wieder an der Zeit ist, das Kinderzimmer in Ordnung zu bringen, findest du hier Tipps, wie das Aufräumen mit Kindern zukünftig leichter fällt und ohne Streit verläuft. Ausserdem erfährst du, wie man eigene Kisten baut, die ihr gemeinsam gestalten könnt. So findet jedes Spielzeug seinen Platz.
Wie gelingt das Aufräumen mit Kindern?
Wenn Kinder sich kreativ entfalten, verteilen sie ihre Spielsachen schon einmal gerne im gesamten Zimmer. Die Unordnung anschliessend zu beseitigen, gehört hingegen zu den weniger beliebten Tätigkeiten und die Sachen bleiben nach dem Spielen auch einmal länger liegen. Darum haben wir acht Tipps zusammengestellt, mit denen das Projekt "Ordnung im Kinderzimmer" für die ganze Familie zum Erfolg und wieder gerne aufgeräumt wird.
Tipps zum Aufräumen
Sei ein gutes Vorbild: Kinder schauen sich die Ordnung bei ihren Eltern ab. Wenn du mit gutem Vorbild vorangehst, sparst du dir einen Familienstreit und deine Wohnung ist ordentlich.
Tut es gemeinsam: Gerade bei jüngeren Kindern hilft es, wenn ihr gemeinsam aufräumt und zusammen lernt, wo die Spielsachen und wo die Bücher hingehören.
Alles in Kisten packen: Kisten eignen sich gut dafür, unterschiedlichen Spielsachen einen festen Platz zu geben. Das hilft beim Ordnung halten.
Mit Farben arbeiten: Damit klar ist, wo die Bauklötze und wo die Stofftiere sind, helfen unterschiedlich gefärbte Kisten bei der Orientierung. So wissen Kinder auf Anhieb, wohin sie etwas räumen sollten.
Inhalt sichtbar machen: Neben unterschiedlich bunten Kisten könnt ihr Bilder für die Aussenseite der Kiste aussuchen, auf denen ihr Inhalt abgebildet ist. Diese malt ihr zusammen aus und klebt sie auf die Box. Als Alternative für ältere Kinder könnt ihr die Kisten auch beschriften.
Macht es euch schön: Eltern sollten ihren Kindern Spass am Aufräumen vermitteln. Macht es euch nett, indem ihr euch Musik oder ein Hörspiel anmacht. So fällt es langfristig leichter, Ordnung zu halten und es wird als etwas Positives wahrgenommen. So ist nicht nur das Spielen ein Vergnügen.
Sei konkret: Für Kinder kann aufräumen ein grosses Projekt darstellen, gerade wenn man dabei ständig das eigene Spielzeug in die Hände bekommt. Eltern können ihren Kindern helfen, indem sie ihm sagen, welche Sachen es wohin räumen soll. Beispielsweise alle Bausteine im Kinderzimmer in die rote Kiste. So wird Stück für Stück aufgeräumt und ein kleiner Erfolg erlebt.
Zeit einräumen: Kinder brauchen eine Weile, um ihr Spiel zu beenden. Kündige also rechtzeitig an, wann sie ihr Zimmer aufräumen sollen. So lernen sie mit der Zeit, das Spielen rechtzeitig zu beenden und können sich Gedanken darüber machen, wohin sie ihre Dinge räumen möchten.
Nicht nur für Kinder sind die Tipps hilfreich. Damit können auch die Erwachsenen den Dachboden oder den Keller in Ordnung bringen. Mit einem Farb- und Beschriftungssystem lassen sich alle Dinge, die verstreut herumliegen, ordnen.

Kisten selber bauen
Damit das Ordnungssystem im Zimmer lebhaft und kindgerecht ist, können Eltern gemeinsam mit ihren Kindern eigene Holzkisten bauen. Dabei können sie selbst entscheiden, wie viel Platz die Kiste bieten muss, damit Dinge wie Spiele, Kuscheltiere oder Bausteine darin ein zu Hause finden. Alles was ihr dazu braucht, sind Holzbretter, Nägel und ein Hammer. Dann steht dem Selberbauen nichts im Wege.
Anschliessend könnt ihr eure Werke mit der gesamten Familie bemalen, gestalten und Sachen darauf kleben. So bekommt das Zimmer einen individuellen Charakter und entspricht auch aufgeräumt den Vorstellungen des Kindes.
Überlegt euch, wie gross die Kisten sein sollen. Macht euch eine Skizze – das hilft, um zu wissen, wie gross die Bretter dafür sein müssen.
Eine Kiste hat einen Boden und vier Seiten. Die gegenüberliegenden Seiten sind gleich gross.
Messt die Seiten ab, indem ihr euch am Boden orientiert. Ein Seitenpaar kann genauso lang sein wie der Boden. Das andere Seitenpaar ist so lang wie der Boden plus die doppelte Dicke der Bretter. Damit habt ihr die Fläche, die ihr braucht, um die Bretter im nächsten Schritt miteinander zu verbinden.
Je nachdem, was ihr zuhause habt, verwendet ihr zum Verbinden dünne Nägel oder Schrauben. Das hängt auch von der Dicke der Bretter ab. Sehr dünne Bretter solltet ihr lieber nageln.
Schleift die fertige Kiste am besten mit Schleifpapier ab, damit ihr euch nicht an Splittern verletzt. Ausserdem lässt sie sich dann später besser streichen. Ihr könnt das Schmirgelpapier um einen Holzklotz wickeln – damit kommt ihr auch in die Ecken.
Falls ihr noch Farbe zu Hause habt, streicht die Kiste direkt nach eurem neuen Farbsystem. Sobald die Farbe getrocknet ist, könnt ihr loslegen und aufräumen.
Hinweis: Kinder sollten nicht alleine mit Werkzeug arbeiten!





